Pigmentflecken entfernen

Pigmentstörung ist ein Begriff, der häufig benutzt wird, wenn man über drei typische Hautveränderungen spricht. Zwei Typen heißen Melasma oder Chloasma und Lentigo – auch oft Hautflecken genannt. Eine weitere dritte Variante, die eine Pigmentstörung auslösen kann, ist eine Form der Hefepilzinfektion, die sich Pityriasis Versicolor nennt.

Eine häufige Pigmentstörung – Melasma
Einer der am weit verbreitetsten Gründe für Veränderungen in den Hautpigmenten ist bekannt als Melasma oder Chloasma. Melasma kann überall am Körper auftreten, erscheint aber am häufigsten im Gesicht. Die Pigmentstörung kann fleckig oder braun aussehen. Pigmentveränderungen sind in der Regel bräunlich und wirken fleckig. Die Pigmentveränderungen sehen häufig wie dunkler gefärbte Sommersprossen oder wie große dunkle Flecken aus. Die Pigmentstörung kann durch eine Überproduktion an Melanin durch der Pigmentzellen hervorgerufen werden. Die sichtbaren Symptome können als unattraktiv empfunden werden und ein Gefühl des Unwohlsein verursachen – zusätzlich macht die Haut den Eindruck als sei sie dreckig. Die Störung ist harmlos, bereitet keine Schmerzen und birgt keinerlei gesundheitliche Risiken. Nur sehr selten führt sie zu Juckreiz oder einem Stechen in der Haut.

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Ursachen für Pigmentflecken – (Melasma)
Melasma kann von verschiedenen Faktoren ausgelöst werden. Einer der häufigsten Auslöser ist exzessives Sonnenbaden. Sonnenbaden ist ein Faktor, auf den Einfluss genommen werden kann. Wird die Aussetzung gegenüber Sonnenlicht reduziert, reduziert sich auch das Risiko, an Melasma zu erkranken. Pigmentveränderung können auch durch eine Schwangerschaft ausgelöst werden. In diesem Fall werden sie Chloasma genannt. Hormonelle Veränderungen im Laufe der Schwangerschaft sind für die Entwicklung von Pigmentstörungen verantwortlich. Die Pigmentflecken verblassen in der Regel einige Monate nach der Entbindung.

Bis zu 70% aller Schwangeren sind von Pigmentflecken betroffen. Ein häufiger Auslöser für Melasma bei vielen Frauen sind Hormonelle Veränderungen. Auch Medikamente, Substanzen oder Behandlungen haben Auswirkungen auf den Hormonhaushalt. Vor allem Substanzen oder Behandlungen, die Oestrogene oder Progesterone enthalten, sind oftmals ein Grund für die Pigmentstörung. Beispiele für Medikamente oder Behandlungen, die Melasma hervorrufen, sind die Antibabypille, eine Hormonersatztherapie oder die Spirale. Melasma können sogar in Verbindung mit einer Schilddrüsenüberfunktion stehen, hierbei werden sie durch eine verminderte Produktion vom Hormon Thyroid ausgelöst.

Es gibt oft eine genetische Tendenz Melasma zu entwickeln und in mindestens einem Drittel der Fälle ist es erblich bedingt. Melasma befällt in der Regel öfter Frauen als Männer. Männer machen in etwa 1/4 – 1/20 aller Fälle von Melasma aus. Dunkelhäutige Menschen oder Menschen, die leicht braun werden, erleiden häufiger Melasma. Menschen mit dem Hauttyp 3 oder 4 nach Fitzpatrick erkranken häufiger als hellhäutige Menschen (Typ 1 oder 2) oder Leute mit schwarzer Haut (Typ 5 oder 6).

Verschiedenartiges Aussehen von Pigmentveränderungen
Das Aussehen und die Farbe des Pigmentflecks variiert, je nachdem wo die Pigmentveränderung auftritt. Melasma werden manchmal anhand der von der Verfärbung betroffenen Hautregion unterschieden. Die drei Schichten, nach denen Melasma unterschieden wird, sind die Hautoberfläche (Epidermis), die tieferliegende Haut (Dermis) und eine Mischung aus beiden. Die Tiefe wird gemessen, indem die Haut mit ultraviolettem Licht bestrahlt wird.

Epidermaler Pigmentfleck

  • Hat einen deutlichen Rand
  • Dunkelbraune Farbe
  • Wird sichtbarer unter ultraviolettem Licht
  • Spricht gut auf eine Behandlung an

Dermaler Pigmentfleck

  • Das häufigste Erscheinungsbild
  • Kein deutlicher Rand
  • Hellbraune oder bläuliche Farbe
  • Die Farbe des Pigmentfleckes ändert sich nicht unter ultraviolettem Licht
  • Spricht nicht gut auf eine Behandlung an

Gemischter Pigmentfleck

  • Sieht aus wie eine Kombination aus bläulichen, hellen und dunkelbraunen Flecken / Bereichen
  • Gemischtes Muster erscheint unter ultraviolettem Licht
  • Verbessert sich teilweise mit Behandlung

Melasma hat ein charakteristisches Aussehen und kann leicht erkannt werden. Trotzdem kann es in manchen Fällen mit folgenden Ursachen verwechselt werden.

  • Entzündliche Hyperpigmentation
  • Durch Sonnenstrahlung ausgelöste Lentigines oder andere Formen von Lentigo, auch bekannt als Leberflecken
  • Pigmentstörungen, die durch Medikamente, wie z.B Minocyclin, ausgelöst werden
  • Knötchenflechte (Lichen planus), eine juckende, entzündliche Hautkrankheit
  • Nävus von Ito oder Nävus von Ota, auch bekannt als Sakralfleck

Altersflecken
Lentigo oder Altersflecken sind in der Regel oberflächliche helle braune Flecken auf der Haut, die mit forschreitendem Alter erscheinen. Sie sind oftmals heller als Leberflecken und harmlos. Altersflecken werden durch die Zusammenwirkung von hormonellen Veränderungen und sonnengeschädigter Haut ausgelöst. Zu Beginn sind sie sehr klein, können aber mit der Zeit bis hin zu einer Größe von mehreren Zentimetern anwachsen. Am größten sind Altersflecken auf dem Handrücken oder im Gesicht. Die Zahl der Flecken steigt mit zunehmenden Alter an. Sie können bereits im Alter von 20-30 Jahren auftreten, gewöhnlicherweise aber treten sie erst im mittleren Alter oder später auf. Lichtempfindliche Pigmente können ebenfalls Altersflecken verursachen. Ein guter Weg, um Altersflecken zu vermeiden, ist die Benutzung von Sonnenschutz und das Vermeiden von übermäßiger Sonnenexposition.

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Malassezia Pigmentstörung
Pityriasis versicolor, auch bekannt als Tinea Versicolor ist eine Hautkrankheit die von einem Hefepilz, der natürlicherweise auf der Haut vorkommt, ausgelöst wird. Dieser Hefepilz heißt Malassezia. Der Pilz kann zu Pityriasis Versicolor führen. Dies wiederum löst Pigmentveränderung am Oberkörper und im Gesicht aus. Die Krankheit ist nicht ansteckend und kann jeden treffen. Teenager und junge Erwachsene sind besonders gefährdet. Pityriasis Versicolor ist in warmen und feuchten Klimagebieten weit verbreitet kommt aber während der Sommermonate, sogar noch häufiger in Europa und Nordamerika vor.

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Die Krankheit sieht aus wie Pigmentflecken und kann das gleiche fleckige Aussehen aufweisen, die die Haut dreckig erscheinen lässt. Die betroffenen Bereiche sind dunkler als die restliche Haut. Die Flecken, die von Pityriasis Versicolor ausgelöst werden, können leicht an Melasma erinnern. Daher können beide Krankheiten leicht verwechseln kann. Die Krankheit kann als sehr störend empfunden werden und Juckreiz verursachen. Außerdem kann sie auch zu einer schuppigeren Haut führen. Ein beeinträchtigtes Immunsystem erhöht die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken. Die Pigmentstörung kann eine lange Behandlungen erforderlich machen. Die Behandlung kann von von 2-3 Wochen bis hin zu mehreren Monaten andauern. Dennoch ist Pityriasis Versicolor leichter zu behandeln als Altersflecken und Melasma.

Sonne – vermeiden Sie die Sonne für weniger Pigmentstörungen
Sonnenlicht ist für den Körper wichtig, aber die Haut sollte nicht zu viel Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Was ein Zuviel an Sonnenstrahlung ist, hängt stark von Ihrem Hauttyp ab und wie sehr dieser an Sonne gewöhnt ist. Neben einer schnellen Hautalterung auf Grund zu vieler Sonnenbrände könnte es auch sein, dass Sie viele braune Flecken auf der Haut entwicklen.